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Fortbildungsthema Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming im Bereich der Fortbildung und Informationsblatt für Trainerinnen und Trainer

Logo Gender Mainstreaming

Das Thema "Grundlagen und Praxis der Gleichstellung" ist Gegenstand eines Einführungslehrgangs, der von neu eingestellten Angehörigen des höheren Dienstes im Bereich der allgemeinen inneren Verwaltung absolviert werden muss. Die nachrückenden Führungskräfte werden für die Thematik der Gleichstellung in den verschiedenen Aufgabenbereichen sensibilisiert und in die Lage versetzt, die gleichstellungsrelevanten Aspekte der jeweiligen Tätigkeiten zu erkennen und in praktisches Handeln umzusetzen. Das Thema Gleichstellung ist auch Gegenstand der Qualifizierung der übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Verwaltungs- und im Polizeivollzugsdienst.

Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive I wird das Thema "Gender Mainstreaming" regelmäßig in unterschiedlicher Form aufgegriffen. Die Trainer sind darüber hinaus angehalten, Belange des Gender Mainstreaming übergreifend in allen Seminaren des Führungskollegs zu berücksichtigen.

Vorgehensweise und Sachstand

Um das Thema auch auf Seiten der Unterrichtenden zu etablieren, hat das Bayerische Staatsministerium des Innern sämtliche Fortbildungsdozentinnen und dozenten über den Ansatz der geschlechtersensiblen Sichtweise informiert.

In einem Informationsblatt für Trainerinnen und Trainer wurde der Begriff des Gender Mainstreaming definiert, beispielhaft erklärt und die Rolle der Fortbildung für die Umsetzung der geschlechtersensiblen Sichtweise besonders hervorgehoben. Es wurde darauf hingewiesen, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes motiviert und befähigt werden sollen, ihre konkreten Arbeitsinhalte unter dem Aspekt des Gender Mainstreaming zu betrachten und zu bearbeiten. Im Informationsblatt heißt es dazu:

"Für eine/n Trainer/Trainerin im Bereich der öffentlichen Verwaltung bedeutet dies, den Gender-Mainstreaming-Gedanken im jeweiligen Lehrangebot als wichtige Sichtweise mit einzubauen. Aufgabe der Trainerinnen und Trainer ist es, zunächst den Blick für unterschiedliche Lebenswirklichkeiten von Frauen und Männern zu schärfen und sich im eigenen Fachgebiet geschlechterbezogene stereotype Wahrnehmungsmuster, Werthaltungen und Vorgehensweisen bewusst zu machen. In einem weiteren Schritt sollen die Teilnehmer von Fortbildungsveranstaltungen für Gender Mainstreaming sensibilisiert werden. Dies gilt für alle Fortbildungsthemen im Tätigkeitsfeld der öffentlichen Verwaltung und nicht nur für die auf den ersten Blick besonders betroffenen Bereiche der Personalwirtschaft."

(Bisherige) Erkenntnisse

Die Rückmeldung von Dozentinnen und Dozenten ergab, dass das Informationsblatt wertvolle Anregungen enthält und teilweise auch zu einer Überarbeitung von Unterrichtmaterialien führte. Teilweise teilten beauftragte Fortbildungsunternehmen mit, dass die dort beschäftigten Trainerinnen und Trainer zum Thema Gender Mainstreaming geschult werden.