Ausländerextremismus

Anhänger extremistischer Gruppierungen aus dem Ausland sind auch in Deutschland aktiv, um die politischen Verhältnisse in ihren Heimatländern antidemokratisch zu verändern. Sie wollen eigene Staaten gründen, kommunistische Systeme errichten oder vertreten beispielsweise eine extreme Variante des Nationalismus.

Die Bestrebungen ausländerextremistischer Organisationen richten sich somit gegen den Gedanken der Völkerverständigung und gefährden die innere Sicherheit, die öffentliche Ordnung sowie die auswärtigen Belange der Bundesrepublik Deutschland.

Die Aktivitäten der extremistischen Ausländerorganisationen in Deutschland werden im Wesentlichen von politischen Ereignissen und Entwicklungen in den jeweiligen Herkunftsländern beeinflusst. So können aktuelle Konflikte im Ausland auch unmittelbar zu gewaltsamen Aktivitäten in Deutschland führen.

Vorwiegend betrachten sie Deutschland jedoch als Rückzugsraum, um hier ihre Ziele durch Agitation, Rekrutierung neuer Anhänger und ideologische Indoktrination zu verfolgen. Auch die materielle Unterstützung der Mutterorganisationen in den Heimatländern durch die in Deutschland gesammelten Spenden- und Mitgliedsbeiträgen spielt hierbei eine nicht unerhebliche Rolle.

In Deutschland aktive Mitglieder und Unterstützer extremistischer Ausländerorganisationen sind überwiegend Türken und Kurden.

Kurdische Extremisten betätigen sich in der größten nicht-islamistischen extremistischen Ausländerorganisation in Deutschland, der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Die PKK hat das Ziel, einen föderalen Verbund aller Kurden im Nahen Osten herzustellen.

Türkische Linksextremisten streben eine „revolutionäre“ Zerschlagung der staatlichen Ordnung in der Türkei an und wollen dort eine kommunistische Herrschaft errichten.

Türkische Nationalisten sind in der weltweiten Ülkücü- (Idealisten-) Bewegung organisiert. Sie haben ein überhöhtes Selbstverständnis von der eigenen Nation und werten andere Völker ab.