Integrationspreise

Bayernweit setzen sich täglich viele Menschen hauptamtlich und ehrenamtlich für die Integration von Migrantinnen und Migranten ein und gestalten aktiv vor Ort unser gemeinschaftliches Leben. Innerhalb der vergangenen Jahre entstand eine Vielzahl herausragender Projekte, die sich zum Ziel gesetzt haben, Zuwanderinnen und Zuwanderer in unsere Gesellschaft zu integrieren. Mit dem Bayerischen Integrationspreis sowie dem Bayerischen Asylpreis, die gemeinsam von Bayerns Integrationsminister Joachim Herrmann, Landtagspräsidentin Ilse Aigner und der Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung jährlich vergeben werden, wird herausragendes Engagement im Bereich Integration und Asyl geehrt. Gleiches gilt für die Verleihung der Integrationspreise durch die Regierungen, die vom Freistaat Bayern finanziell unterstützt wird. Mit der Verleihung der Preise verbinden wir die wichtige Botschaft, dass gesellschaftliches Engagement gefördert wird und ein friedliches Miteinander nur gelingen kann, wenn sich alle Akteurinnen und Akteure vor Ort dafür einsetzen.

Bayerischer Integrationspreis

Seit dem Jahr 2012 wird jährlich ein landesweiter Bayerischer Integrationspreis vergeben. Mit dem Bayerischen Integrationspreis wird hervorgehoben, dass es in Bayern viele positive Beispiele gelungener Integration gibt: Er würdigt Vorbilder besonders gelungener Integration, die Menschen mit ausländischen Wurzeln als Leistungsträger zeigen.

Der Integrationspreis soll Aktivitäten bekannt machen, andere zum Mitwirken anregen und vor allem gute Beispiele anerkennen und wertschätzen.

Bayerischer Integrationspreis 2018

Der Bayerische Landtag, das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration und die Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung haben auch 2018 wieder den „Bayerischen Integrationspreis“ vergeben. Er stand unter dem Motto „Startklar für Ausbildung und Beruf - Integration in den Arbeitsmarkt“. In Bayern leben rund 3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Meilensteine auf dem Weg zu einer gelingenden Integration sind der Zugang zum Arbeitsmarkt und Qualifizierungsschritte, die den Weg dorthin unterstützen. Denn Erwerbsarbeit bedeutet nicht nur ein gesichertes Einkommen und wirtschaftliche Eigenständigkeit, sondern eröffnet auch die Möglichkeit zur aktiven Teilhabe an der Gesellschaft.

An der Ausschreibung konnten sich Personen, Vereine, Institutionen, Projekte oder Initiativen beteiligen, die sich im Bereich Arbeitsmarktintegration engagieren. Der Bayerische Integrationspreis 2018 ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert und wurde auf drei Preisträger aufgeteilt. Das Preisgeld ist zweckgebunden und für die Förderung der prämierten Initiativen bzw. Projekte und deren Fortentwicklung einzusetzen. Die Entscheidung über die Preisträger traf eine unabhängige Jury aus dem Kreis des Bayerischen Integrationsrates. Die Preisverleihung fand am 16. Mai 2018 im Bayerischen Landtag statt.

Träger des Bayerischen Integrationspreises 2018

1.Platz (Preisgeld 3000 Euro), Trauma-Ersthelfertraining für Geflüchtete, Landsberg am Lech. Träger ist das Bayerische Rote Kreuz, Kreisverband Landsberg am Lech. Ziel ist die psychologische Unterstützung Geflüchteter bei der Bewältigung von Traumata durch Ausbildung muttersprachlicher Trauma-Ersthelfer/innen. Seit 2016 haben rund 30 Personen die Ausbildung absolviert. Trauma-Bewältigung ist eine Voraussetzung für einen erfolgreichen Einstieg in Ausbildung und Arbeitsmarkt. Den Betroffenen soll in akuten Belastungssituationen die Möglichkeit gegeben werden, in ihrer jeweiligen Muttersprache erklärt zu bekommen, was mit ihnen geschieht und sie zu motivieren ihre Situation zu begreifen und zu bewältigen.

2. Platz (Preisgeld 2000 Euro), Learn4Work – Geflüchtete finden ihren Weg in den Arbeitsmarkt, Puchheim. Trägerin ist Marlies Eller (Koordinatorin von BIK-Schulen und Ausbildung). Durch Betreuung junger Geflüchteter wird die gezielte Förderung an Schulen oder in der Ausbildung ermöglicht. Grundlage ist die Ermittlung des individuellen Förderbedarfs. Sowohl Stärken als auch eventuell vorhandene Handicaps oder vorliegende Traumata sollen so erfasst werden, um anschließend die passende Schule, den angemessenen Ausbildungsplatz oder Einrichtung zu vermitteln und weiter zu begleiten.

3. Platz (Preisgeld 1000 Euro), StayWelcome e. V., München. Trägerin ist Margaux Metze. Die intensive Vorbereitung der Bewerber durch Workshops, Mentoring-Programme, und anderer Maßnahmen ermöglicht den Einstieg von geflüchteten Menschen ins Berufsleben. Die Betriebe werden nach der Anstellung der Geflüchteten bei der Überwindung bürokratischer Hürden unterstützt.